Dienstleistungen Beamer

Nachhaltigkeit am Beispiel Epson

Die Firma Epson trifft diverse Maßnahmen zur Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Das publizieren Sie in Broschüren wie dieser. Ein Produkt kann nur so viel erreichen wie zum Zeitpunkt des Entwurfs festgelegt wird. Auch falls danach noch an dem Produkt herumgefeilt wird, kann sich in der Regel kein Upgrade mit einem intelligenten Design vergleichen.

Epson verspricht in seiner Broschüre, sich zum Zeitpunkt des Entwurfs eines Produktes sorfgältig Gedanken über die Nachhaltigkeit dessen zu machen. So wird beispielsweise die so genannte E-TORL (Epson-twin optimize reflection lamp) Technologie bei gewissen Modellen eingesetzt. Dabei werden die Strahlenverluste einer herkömmlichen Lampe durch einen zusätzlichen Spiegel reduziert, wie im Schema illustriert.

Ebenfalls verwedet Epson bleifreie Linsen für seine Optik und reduziert den Gehalt giftiger Stoffe in den Gehäusen seiner Geräte.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass Epson in Sachen Reparaturen außerhalb der Garantiezeit unmenschliche Preise verlangt. Auch bietet Epson keine Einzelteile für Reparaturen zum Verkauf an. Die weit verbreiteten Farbstreifen im Bild bei Modellen der EH-TW**** Serie beispielsweise sind auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen. Für eine Behebung dieser Farbstreifen werden vom deutschen Epson Service mehrere hundert Euro verlangt. Dabei wird die ganze "optical engine" ersetzt, was einer grossartigen Ressourcenverschwendung gleichkommt.

Beamerlampen

Für die meisten Geräte wird vom Hersteller eine Lampenlebensdauer von 1500h bis 4000h vorausgesagt. Praktisch kann diese jedoch je nach Gebrauch und Umgebung stark davon abweichen. Bei uns können Sie günstig eine Ersatzlampe für Ihr Gerät bestellen und einbauen lassen. Sie können Ihre Lampe im Shop finden. Falls sie dort nicht aufgelistet ist, bitte kontaktieren Sie uns. Bitte beachten Sie, dass wir nur die Glühbirnen bestellen, werfen Sie also bei Ihrer alten Lampe nicht das Gehäuse weg.

Beamer allgemein

Laut einem wissenschaftlichen Paper von Epson summieren sich Produktion, Materialien, sowie Entsorgung eines Beamers Modell Epson EMP-74 zu 63,92 kg CO2. CO2 ist ein Treibhausgas, das Hunderte von Jahren in unser Atmosphäre bleibt und daher das globale Klima langfristig beeinflusst. Zum Vergleich: Die Menge entspricht durchschnittlich einer 484 km Autofahrt laut dem von der Europäischen Umweltagentur gemessenen Durchschnitt für PKWs. Allerdings werden 196,76 kg CO2, also 75% des gesamten CO2 Ausstoßes während der Benützung bis zum Ende der Lebensdauer des Gerätes ausgestoßen. Dabei wurde für den Gebrauch mit 3.5 Stunden täglich für 100 Tage pro Jahr über 5 Jahren gerechnet.

Andere Geräte

Ein zunehmend problematisches Thema ist die Umweltbelastung von Elektronik allgemein. Darüber sind sich jedoch leider nur überraschend wenige Menschen bewusst. Insbesondere Unterhaltungselektronik, oder Handies sind Subjekte der Problematik. Es hat sich leider in gewissen Kreisen insbesondere der Jugend ein Trend etabliert, wonach immer das neueste Gerät erstrebenswert ist. Betrachtet man zum Beispiel Apple Geräte, deren iPhones 4S einen Ausstoß von 55 kg CO2 bis sogar 75 kg CO2 für das Modell 5s (Quellen: 1 2) in der Produktion und Benützung (ausgenommen Anrufe) mit sich ziehen, erkennt man schnell dass dieser Trend schwerwiegend irrational ist. Dabei werden dem iPhone 5 nur 18% des Ausstoßes der Benützung zugeordnet, gegenüber 76%, also 56.25 kg CO2, der Produktion. Zum Vergleich: Das entspricht einer Autofahrt von 426 km. In Anbetracht dessen sind Marketingkampagnen wie jene von Orange, die den Konsumenten stets das neueste Produkt über einen Vertrag anbieten sehr unangebracht.

Geplante Obsoleszenz

Ein äußerst trauriger Aspekt der heutigen Wegwerfgesellschaft ist die geplante Obsoleszenz. Viele elektronischen Geräte versagen kurz nach Ablauf der Garantiezeit in ihrer Funktion - zu viele als dass es dem Zufall zu verdanken wäre. Insbesondere sind hier Firmen wie Apple oder Samsung zu erwähnen. Apple hat seine Geräte vollkommen verschlossen, sowohl Hardware-, wie auch Softwaremäßig. So konnte man beim iPod classic 5. Gen. noch ein Linux basiertes System, Rockbox, installieren, dass über Features wie Stromsparen, Codecs für alle erdenklichen Musikformate und sehr vieles mehr verfügte. Der iPod classic 6. Gen. hingegen ist völlig verschlüsselt. Auch das Gehäuse lässt sich ohne speziellem Werkzeug nicht öffnen um zum Beispiel den Akku zu ersetzen. Ähnliches gilt auch beim iPad, Macbook und anderen Apple Produkten. Hinzu kommt, dass Apple seine älteren Geräte per Update künstlich verlangsamt (Quelle).

Auch bei Samsung, insbesondere bei Fernsehgeräten, werden solche Phänomene registriert. Dies erkennt man beispielsweise an den frequenten Forenbeiträgen zum Thema, zum Beispiel im HiFi-Forum oder an den Statistiken. Insbesondere gehen bei den Fernsehern die Netzteil-Platinen, genauer gesagt die Kondensatoren, defekt.

Meistens handelt es sich dabei um Teile, die wenige Cent bis wenige Euro kosten, zum Beispiel Knöpfe, Akkus, Kondensatoren oder Ähnliches. Eine Reparatur ist daher oftmals sehr lohnenswert und oftmals unkompliziert.

Gegenmaßnahmen

Als Gegenmassnahmen empfehlen wir in erster Linie nur informiert einen Kauf zu tätigen. Dabei muss sorgsam mit den Informationsquellen umgegangen werden. Unserer Erfahrung nach wird man beispielsweise in Großläden wie Media-Markt oder Saturn nur sehr unkompetent beraten. Wir empfehlen spezialisierte Fachgeschäfte.

Weitere Empfehlungen:

  • Desktop PCs, am besten selbst gebaut. Diese haben Erfahrungsgemäß eine Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren.
  • Handies, worauf man eine sogenannte custom ROM installieren kann.
  • Hersteller mit gutem Linux Support wie Lenovo oder Nvidia.
  • Allgemein offene Geräte, die Alternativ-Software ermöglichen.
  • Defekte Geräte nicht gleich wegschmeißen, sondern reparieren. Dafür gibt es im Internet unzählige Anleitungen auf Foren wie dem HiFi-Forum, sowie auch auf speziellen Seiten wie hier aufgeführt
  • Für elektronische Bauteile und hochkompetente Beratung empfehlen wir das Geschäft Pusterla in Zürich. Für Bauteile außerdem noch Distrelec und Conrad.